pirate-art: wer - warum - und überhaupt

selfi SW 1Mal ehrlich: was schaut ihr euch an, wenn ihr auf Webseiten/Blogs von Fotografen oder anderen Menschen herumsurft? Klar Bilder. Aber welche? Ich gebe zu, dass mich meist der Mensch interessiert, der hinter dieser Webseite  steckt. Wie sieht er aus? Was sind seine Gründe zu fotografieren? Welche Geschichte versteckt sich hinter der Webseite und ihrer Entstehung? Zusammengefasst: Ich bin ebenso neugierig auf den Menschen und seine Beweggründe wie auf seine Bilder.

 

Und da man ja meistens von sich selbst auch auf andere schliesst, (auch wenn gerade das oft zu Fehlschlüssen führt...;-)  hab ich mir gedacht, ich erzähl in diesem Blog ein bisschen über mich. Wenn auf der Webseite pirate-art schon niemand eine Vita von mir findet, so kann er zumindest hier in diesem Blog ein paar Informationen über Birgit Zober lesen. Und da es hauptsächlich um Fotografie geht, fang ich einfach mal an mit Bildern von mir selbst aus 4 Jahrzehnten - Babybilder erspare ich euch, da die zwar meist ganz putzig sind, aber der Informations- und Wiedererkennungscharakter doch meist für den Betrachter zweifelhaft ist. 

Also, 4 Jahrzente. Jo, ich bin keineswegs mehr taufrisch und mittlerweile 56. Aber im Gegensatz zu manch anderem kann ich ohne Gedöns über mein Alter und mein Aussehen sprechen. Mein Weg ging letztendlich einmal um die Kamera herum: Mit 15 oder so fing ich an selber zu fotografieren: Bäume, Blätter, Landschaften, Makro (oder das was ich dafür hielt) und alles mögliche, Hauptsache es waren keine Menschen auf dem Bild! Nach einigen Jahren fotografischer mehr oder weniger Abstinenz und auf irgendeinem Selbstfingungspfad mit Ende 30 meinte ich, dass doch lieber andere mich fotografieren könnten und begab mich häufiger VOR die Linse. (ein paar annehmbare Resultate hätschele ich heute noch ... ;-) Aber  irgendwann zog es mich wieder HINTER die Kamera. Allerdings waren es immer mehr die Menschen, die mich faszinierten und so kam ich zur Street- und Peoplefotografie. Allerdings sind es nicht die inszenierten und arrangierten Bilder die mir Freude machen. Ich möchte den Augenblick einfangen, den besonderen Moment festhalten, der aus etwas Alltäglichem eben das Besondere macht. Der Emotionen einfängt und kleine Geschichten erzählt. Unspektakuläre Bilder sicher für viele die trunken sind von spektakulären, bunten und aufregenden Fotos die zu abertausenden täglich auf uns einprasseln, aber für mich sind meine Bilder etwas, das Ruhe austrahlt und das ich seit einiger Zeit einfach "Alltagspoesie in Bildern" oder "streetpoetry in pictures" nenne. Mich inspirieren am meisten die berühmten Klassiker wie H.C.Bresson und Vivian Maier, aber ich möchte durch diese Inspiration nur meinen eigenen Weg entdecken.

Jetzt mag sich der eine oder andere noch fragen, was denn dann die beiden Kategorien "Endlessness" und "Bits & Bobs" auf dieser Seite zu suchen haben? Da ich häufiger am Meer oder auch in Skandinavien, besonders in schwedisch Lappland unterwegs bin und mich hier die Natur und die Weite sehr faszinieren, habe ich unter ENDLESSNESS einfach die Bilder zusammengestellt, die eben genau das für mich darstellen: Klarheit und Weite!

Ja und dann gibt es da noch die "KLEINIGKEITEN" die uns überall begleiten, aber fast nie so wirklich wahrgenommen werden, weil sie schlicht zu unbedeutend sind. Häuserecken, Steine, Grashalme, ein Plakat oder ein Licht. Mir haben es diese kleinen Unbedeutsamkeiten angetan und ich erlaube mir einfach, auch ihnen eine eigene Kategorie zu widmen. Auch sie sind für mich ein Stückchen ALLTAGSPOESIE IN BILDERN.  Vielleicht ja auch für den einen oder anderen der Leser dieser Zeilen... ? 

4decaden